Was ist die wirkliche Welt?

1. 1Die wirkliche Welt ist ein
Symbol, wie alles übrige, was die Wahrnehmung anbietet. 2Doch steht
sie für das, was dem entgegengesetzt ist, was du gemacht hast. 3Deine
Welt wird durch die Augen der Angst gesehen und bringt deinem Geist die
Zeugnisse des Schreckens. 4Die wirkliche Welt kann nicht wahrgenommen
werden außer mit Augen, die die Vergebung segnet, sodass sie eine Welt
erblicken, wo Angst und Schrecken unmöglich sind und keine Zeugnisse der Angst
gefunden werden können.

2. 1Die wirkliche Welt
birgt ein Gegenstück für jeden unglücklichen Gedanken, der in deiner Welt
gespiegelt wird, eine sichere Berichtigung für die Anblicke der Angst und für
das Schlachtgetöse, die deine Welt enthält. 2Die wirkliche Welt
zeigt eine Welt, die anders gesehen wird, mit ruhigen Augen und mit einem
Geist, der in Frieden ist. 3Dort ist nichts als Ruhe. 4Keine
Schreie des Schmerzes und des Kummers sind zu hören, denn dort bleibt nichts
außerhalb der Vergebung. 5Und die Anblicke sind sanft. 6Nur
glückliche Anblicke und Geräusche können den Geist erreichen, der sich selbst
vergeben hat.

3. 1Wozu braucht solch ein
Geist Gedanken des Todes, des Angriffs und des Mordes? 2Was kann er
anderes um sich herum wahrnehmen als Sicherheit, Liebe und Freude? 3Was
gibt es da, wovon er wollte, dass es verurteilt sei, und was gibt es da,
wogegen er ein Urteil fällen möchte? 4Die Welt, die er sieht,
ersteht aus einem Geist, der mit sich selbst in Frieden ist. 5Keine
Gefahr lauert in irgendetwas, was er sieht, denn er ist gütig, und nur auf Güte
schaut er.

4. 1Die wirkliche Welt ist
das Symbol dafür, dass der Traum von Sünde und von Schuld vorbei ist und dass
Gottes Sohn nicht länger schläft. 2Seine
erwachenden Augen nehmen die deutliche Widerspiegelung von seines
Vaters Liebe wahr, das sichere
Versprechen, dass er erlöst ist. 3Die wirkliche Welt bedeutet das
Ende der Zeit, denn ihre Wahrnehmung macht die Zeit zwecklos.

5. 1Der
Heilige Geist braucht die Zeit nicht mehr, wenn sie
seinem Zweck gedient hat. 2Jetzt
wartet er nur noch jenen einen
Augenblick, da Gott seinen letzten
Schritt tut, dann ist die Zeit verschwunden und hat die Wahrnehmung im Gehen
mitgenommen und nichts zurückgelassen als die Wahrheit, damit sie sie selbst
sei. 3Jener Augenblick ist unser Ziel, denn er enthält die
Erinnerung an Gott. 4Und
während wir auf eine Welt schauen, der vergeben ist, ist
er es,
der uns ruft und kommt, um uns heimzuholen, indem
er uns an unsere
Identität erinnert, die
unsere Vergebung uns zurückerstattet
hat.