Was ist die Welt?

1. 1Die Welt ist falsche
Wahrnehmung. 2Sie ist aus dem Irrtum geboren und hat ihre Quelle
nicht verlassen. 3Sie wird nicht länger bleiben, als der Gedanke,
der sie gebar, gehegt wird. 4Wenn der Gedanke der Trennung in einen
Gedanken der wahren Vergebung umgewandelt worden ist, wird die Welt in einem
ganz anderen Licht gesehen werden: in einem Licht, das zur Wahrheit führt, wo
die ganze Welt und alle ihre Irrtümer verschwinden müssen. 5Nun ist
ihre Quelle vergangen, und ihre Wirkungen sind ebenfalls vergangen.

2. 1Die Welt wurde als Angriff auf
Gott gemacht. 2Sie ist
Symbol der Angst. 3Und was ist Angst, wenn nicht die Abwesenheit der
Liebe? 4So war die Welt dazu gedacht, ein Ort zu sein, wo
Gott nicht einkehren und wo
sein Sohn von
ihm getrennt sein konnte. 5Hier wurde die
Wahrnehmung geboren, denn die Erkenntnis konnte solch wahnsinnige Gedanken
nicht verursachen. 6Doch Augen täuschen, und Ohren hören falsch. 7Nun
sind Fehler durchaus möglich geworden, denn die Gewissheit ist dahin.

3. 1Stattdessen wurden die
Mechanismen der Illusion geboren. 2Nun gehen diese hin, zu finden,
was zu suchen ihnen aufgegeben ward. 3Ihr Ziel ist es, jenen Zweck
zu erfüllen, den zu bezeugen und wirklich zu machen die Welt gemacht ward. 4Sie
sehen in ihren Illusionen eine solide Basis, wo die Wahrheit existiert und
getrennt von Lügen aufrechterhalten wird. 5Doch alles, was sie berichten,
ist nur Illusion, die von der Wahrheit getrennt gehalten wird.

4. 1So wie die Sicht gemacht ward,
um von der Wahrheit wegzuführen, so kann sie neu ausgerichtet werden. 2Geräusche
werden zum Ruf nach Gott, und
jeder Wahrnehmung kann von dem einen,
den Gott als
Erlöser für die Welt bestimmte, ein
neuer Zweck verliehen werden. 3Folge
seinem Licht, und sieh die Welt so, wie
er sie erblickt. 4Höre nur
seine Stimme in allem, was zu dir
spricht. 5Und lasse ihn dir
Frieden und Gewissheit geben, die du weggeworfen hast, die der
Himmel aber für dich in
ihm erhalten hat.

5. 1Wir wollen nicht eher
zufrieden ruhen, als bis die Welt sich unserer veränderten Wahrnehmung
angeschlossen hat. 2Wir wollen nicht zufrieden sein, ehe die
Vergebung nicht vollständig geworden ist. 3Und lass uns nicht
versuchen, unsere Funktion zu ändern. 4Wir müssen die Welt erlösen. 5Denn
wir, die wir sie machten, müssen sie durch Christi
Augen sehen, damit das, was gemacht wurde, um zu sterben, dem ewigen
Leben zurückerstattet werden kann.