Was ich sehe, ist eine Form von Rache.

1. 1Der heutige Leitgedanke ist eine
treffende Beschreibung der Art und Weise, wie jeder, der Angriffsgedanken in
seinem Geist hegt, die Welt sehen muss. 2Nachdem er seinen Ärger auf
die Welt projiziert hat, sieht er, wie die Rache dabei ist, zum Schlag gegen
ihn auszuholen. 3Sein eigener Angriff wird so als Selbstverteidigung
wahrgenommen. 4Das wird zu einem immer schlimmeren Teufelskreis, bis
er bereit ist, seine Sichtweise zu verändern. 5Sonst werden Gedanken
des Angriffs und des Gegenangriffs ihn völlig mit Beschlag belegen und seine ganze
Welt bevölkern. 6Welcher Geistesfrieden ist dann noch für ihn
möglich?

2. 1Gerade dieser brutalen
Phantasie möchtest du entrinnen. 2Ist es nicht eine freudige
Nachricht, zu hören, dass sie nicht wirklich ist? 3Ist es nicht eine
glückliche Entdeckung, festzustellen, dass du entrinnen kannst? 4Du
hast selber gemacht, was du zerstören möchtest, alles, was du hasst und
angreifen und töten möchtest. 5All das, wovor du Angst hast,
existiert nicht.

3. 1Sieh dir heute die Welt um
dich herum mindestens fünfmal an, jedes Mal mindestens eine Minute lang. 2Während
deine Augen langsam von einem Gegenstand zum anderen, von einem Körper zum
anderen wandern, sage dir:

3Ich sehe nur das Vergängliche.
4Ich sehe nichts, was von Dauer ist.
5Was ich sehe, ist nicht wirklich.
6Was ich sehe, ist eine Form von Rache.

7Am Ende jeder
Übungszeit frage dich:

8Ist das die Welt, die ich wirklich sehen will?

9Die Antwort ist
sicherlich klar.