Meine Heiligkeit umhüllt alles, was ich sehe.

1. 1Der heutige Leitgedanke dehnt
den gestrigen vom Wahrnehmenden zum Wahrgenommenen aus. 2Du bist
heilig, weil dein Geist Teil von Gottes
Geist
ist. 3Und weil du heilig bist, muss auch deine Sicht
heilig sein. 4»Sündenlos« bedeutet: ohne Sünde. 5Du kannst
nicht ein wenig ohne Sünde sein. 6Du bist entweder ohne Sünde
oder nicht. 7Wenn dein Geist Teil von
Gottes Geist ist, musst du sündenlos sein, sonst wäre ein
Teil seines Geistes sündig. 8Deine
Sicht steht mit seiner Heiligkeit
– nicht mit deinem Ego und daher nicht mit deinem Körper – in Beziehung.

2. 1Vier drei‑ bis
fünfminütige Übungszeiten sind für den heutigen Tag erwünscht. 2Versuche,
sie einigermaßen gleichmäßig zu verteilen, und führe die kürzeren Anwendungen
häufig durch, um den ganzen Tag lang deinen Schutz zu behüten. 3Die
längeren Übungszeiten sollten folgende Form annehmen:

3. 1Schließe zunächst deine Augen,
und wiederhole den heutigen Leitgedanken mehrmals langsam. 2Öffne
dann deine Augen, und sieh dich ganz langsam um, wobei du den Gedanken konkret
auf alles anwendest, was du bei deinem beiläufigen Umherschauen bemerkst. 3Sage
beispielsweise:

4Meine Heiligkeit umhüllt jenen Teppich.
5Meine Heiligkeit umhüllt jene Wand.
6Meine Heiligkeit umhüllt diese Finger.
7Meine Heiligkeit umhüllt jenen Stuhl.
8Meine Heiligkeit umhüllt jenen Körper.
9Meine Heiligkeit umhüllt diesen Stift.

10Schließe die Augen
mehrmals während dieser Übungszeiten, und wiederhole dir den Leitgedanken. 11Öffne
dann die Augen und fahre fort wie zuvor.

4. 1Für die kürzeren Übungszeiten
gilt: Schließe deine Augen und wiederhole den Gedanken; sieh dich um, während
du ihn nochmals wiederholst; beende sie mit einer weiteren Wiederholung mit
geschlossenen Augen. 2Jede Anwendung sollte selbstverständlich ganz
langsam, ohne Hast und mit so wenig Anstrengung wie möglich durchgeführt
werden.