Meine Heiligkeit segnet die Welt.

1. 1In diesem Gedanken steckt der
erste Schimmer deiner wahren Funktion in der Welt oder weshalb du hier bist. 2Dein
Sinn und Zweck ist, die Welt durch deine eigene Heiligkeit zu sehen. 3Auf
diese Weise werdet ihr – du und die Welt – zusammen gesegnet. 4Niemand
verliert, nichts wird irgendjemandem weggenommen; alle gewinnen durch deine
heilige Schau. 5Sie bedeutet das Ende des Opferns, weil sie jedem
alles gibt, was ihm zusteht. 6Und er hat ein Anrecht auf alles, weil
es sein Geburtsrecht als Sohn Gottes ist.

2. 1Es gibt keinen anderen Weg,
auf welchem die Idee des Opferns aus dem Denken der Welt beseitigt werden kann.
2Für jede andere Art des Sehens wird unweigerlich jemand oder etwas
zahlen müssen. 3Als Ergebnis wird der Wahrnehmende Verlust erleiden.
4Und er wird auch nicht ahnen, warum er verliert. 5Doch
wird durch deine Schau seine Ganzheit in seinem Bewusstsein wiederhergestellt. 6Deine
Heiligkeit segnet ihn, indem sie nichts von ihm verlangt. 7Wer sich
selbst als ganz sieht, stellt keine Forderungen.

3. 1Deine Heiligkeit ist das Heil
der Welt. 2Sie lässt dich die Welt lehren, dass sie mit dir eins
ist, nicht indem du ihr eine Predigt hältst, nicht indem du ihr irgendetwas
sagst, sondern lediglich durch deine stillschweigende Einsicht, dass in deiner
Heiligkeit alle Dinge mit dir zugleich gesegnet sind.

4. 1Die heutigen vier längeren
Übungszeiten, während deren du jeweils drei bis fünf Minuten lang üben
solltest, beginnen mit der Wiederholung des Leitgedankens, gefolgt von etwa
einer Minute, in der du dich umsiehst, wobei du den Gedanken auf alles
anwendest, worauf dein Blick gerade fällt:

2Meine Heiligkeit segnet diesen Stuhl.
3Meine Heiligkeit segnet jenes Fenster.
4Meine Heiligkeit segnet diesen Körper.

5Schließe dann deine
Augen, und wende den Leitgedanken auf irgendeine Person an, die dir in den Sinn
kommt, wobei du ihren Namen nennst und sagst:

6Meine Heiligkeit segnet dich, _______ [Name].

5. 1Du kannst die Übungszeit mit
geschlossenen Augen fortsetzen; du kannst auch deine Augen wieder öffnen und
den heutigen Gedanken auf deine äußere Welt anwenden, wenn du das willst; du
kannst den Gedanken abwechselnd auf das anwenden, was du um dich herum siehst,
und auf diejenigen, die in deinen Gedanken sind; oder du kannst nach Belieben
irgendeine Kombination dieser beiden Anwendungsarten benutzen. 2Die
Übungszeit sollte mit einer Wiederholung des Leitgedankens mit geschlossenen
Augen und einer nochmaligen Wiederholung mit offenen Augen unmittelbar darauf
abschließen.

6. 1Die kürzeren Übungen bestehen
darin, dass du den Gedanken so oft wie möglich wiederholst. 2Es ist
besonders hilfreich, ihn schweigend auf jeden anzuwenden, dem du begegnest,
indem du dabei seinen Namen nennst. 3Es ist grundlegend wichtig, den
Leitgedanken anzuwenden, wenn irgendjemand eine negative Reaktion in dir
hervorzurufen scheint. 4Biete ihm den Segen deiner Heiligkeit
unverzüglich an, damit du lernst, sie in deinem eigenen Bewusstsein zu
bewahren.