Licht und Freude und Friede weilen in mir.

1. 1Du denkst, du seist das Heim
des Bösen, der Dunkelheit und Sünde. 2Du denkst, wenn jemand die
Wahrheit sehen könnte über dich, er wäre abgestoßen und würde wie vor einer
giftigen Schlange von dir weichen. 3Du meinst, wenn man die Wahrheit
über dich dir offenbarte, dass dich ein solches Grauen überkäme, dass du durch
deine eigne Hand gleich in den Tod dich stürztest; du würdest weiterleben,
nachdem du sähest, dass das unmöglich ist.

2. 1Das sind Überzeugungen, die
derart fest verankert sind, dass es schwer ist, dir zur Sicht zu verhelfen, dass
sie auf nichts beruhen. 2Dass du Fehler begangen hast, ist
offensichtlich. 3Dass du Erlösung suchtest auf sonderbare Art und
Weise, dass du getäuscht wurdest, täuschtest und Angst hattest vor törichten
Hirngespinsten und brutalen Träumen und dich vor staubgemachten Götzen beugtest
– all dies ist demzufolge wahr, was du jetzt glaubst.

3. 1Heute stellen wir dies infrage,
nicht vom Standpunkt deines Denkens, sondern von einem völlig anderen
Bezugspunkt aus, von wo aus solche nichtigen Gedanken keine Bedeutung haben. 2Diese
Gedanken entsprechen nicht dem Willen
Gottes
. 3Diese wunderlichen Überzeugungen teilt
er nicht mit dir. 4Und das reicht aus,
um zu beweisen, dass sie falsch sind, du aber nimmst nicht wahr, dass es so
ist.

4. 1Weshalb wärst du nicht
überglücklich, wenn man dir versicherte, dass alles Böse, das du meinst, getan
zu haben, gar nie getan ward, dass alle deine Sünden nichts sind und du so rein
und heilig bist, wie du erschaffen wurdest, und dass Licht, Freude und Frieden
in dir wohnen? 2Dein Bild von dir kann nicht dem
Willen Gottes widerstehen. 3Du
denkst, das sei der Tod, doch es ist Leben. 4Du denkst, du seist zerstört, du
bist jedoch erlöst.

5. 1Das Selbst, das du gemacht
hast, ist nicht Gottes Sohn. 2Und
deshalb existiert dieses Selbst überhaupt nicht. 3Und alles, was es
scheinbar tut und denkt, bedeutet nichts. 4Es ist weder schlecht
noch gut. 5Es ist unwirklich und nicht mehr als das. 6Es
liefert dem Sohn Gottes keinen
Kampf. 7Es verletzt ihn nicht, noch greift es seinen Frieden an. 8Es
hat die Schöpfung nicht verändert noch ewige Sündenlosigkeit zu Sünde, Liebe zu
Hass reduziert. 9Welche Macht kann dieses Selbst, das du gemacht
hast, denn besitzen, wenn es dem Willen
Gottes

widerspricht?

6. 1Für deine Sündenlosigkeit
bürgt Gott. 2Das muss
unablässig wiederholt werden, bis es angenommen wird. 3Es ist wahr. 4Für
deine Sündenlosigkeit bürgt Gott.
5Nichts kann sie berühren oder das verändern, was
Gott als ewig schuf. 6Das
Selbst, das du gemacht hast, böse und voller Sünden, ist bedeutungslos. 7Für
deine Sündenlosigkeit bürgt Gott,
und Licht und Freude und Friede weilen in dir.

7. 1Die Erlösung verlangt, dass
du nur einen einzigen Gedanken annimmst: Du bist, wie
Gott dich schuf, nicht, was du aus dir machtest. 2Was
immer du vermeintlich Böses tatest – du bist, wie
Gott dich schuf. 3Welche Fehler du auch immer
begangen hast, die Wahrheit über dich bleibt unverändert. 4Die
Schöpfung ist ewig und unveränderbar. 5Für deine Sündenlosigkeit
bürgt Gott. 6Du bist
und wirst immer genauso sein, wie du erschaffen wurdest. 7Licht und
Freude und Friede weilen in dir, weil Gott
sie dorthin legte.

8. 1Beginne in unseren längeren
Übungszeiten heute – die dann von größtem Vorteil wären, wenn du sie während
der ersten fünf Minuten jeder anbrechenden Stunde einhalten könntest – damit,
die Wahrheit über deine Schöpfung darzulegen:

2Licht und Freude und Friede weilen in mir.
3Für meine Sündenlosigkeit bürgt Gott.

4Lege daraufhin deine
törichten Selbstbilder beiseite, und verbringe den Rest der Übungszeit mit dem
Versuch, das zu erfahren, was Gott dir
gab anstelle dessen, was du für dich selbst verfügt hast.

9. 1Du bist, was
Gott schuf oder was du gemacht hast. 2Ein
Selbst ist wahr; das
andere ist nicht da. 3Versuche, die Einheit deines einen
Selbst zu erfahren. 4Versuche,
seine Heiligkeit zu würdigen und
die Liebe, aus der es erschaffen
wurde. 5Versuche, das Selbst nicht
zu behindern, als das Gott dich
erschaffen hat, indem du seine Majestät
hinter den winzigen Götzen des Bösen und der Sündigkeit versteckst, die du
gemacht hast, um es zu ersetzen. 6Lass
es zu
sich selbst kommen. 7Hier bist du;
das bist
du. 8Und Licht und Freude und Friede weilen in
dir, weil dies so ist.

10. 1Möglicherweise bist du nicht
bereit oder gar nicht in der Lage, die ersten fünf Minuten jeder Stunde für
diese Übung zu verwenden. 2Versuche es jedoch, wenn du es kannst. 3Zumindest
denk daran, die folgenden Gedanken jede Stunde zu wiederholen:

4Licht und Freude und Friede weilen in mir.
5Für meine Sündenlosigkeit bürgt Gott.

6Versuche dann,
mindestens etwa eine Minute lang deine Augen zu schließen und zu begreifen, dass
dies eine Feststellung der Wahrheit über dich ist.

11. 1Wenn eine Situation
entsteht, die dich zu beunruhigen scheint, vertreibe rasch die Illusion der
Angst, indem du diese Gedanken noch einmal wiederholst. 2Solltest du
in Versuchung geraten, auf jemanden ärgerlich zu werden, so sage still zu ihm:

3Licht und Freude und Friede weilen in dir.
4Für deine Sündenlosigkeit bürgt Gott.

5Heute kannst du viel
für die Erlösung der Welt tun. 6Heute kannst du viel dazu tun, dich
der Rolle anzunähern, die Gott dir
in der Erlösung zugeteilt hat. 7Und du kannst heute viel dafür tun,
deinen Geist davon zu überzeugen, dass der Gedanke für den Tag tatsächlich wahr
ist.