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Die heutige
Wiederholung behandelt die folgenden Gedanken:

1. (1) 1Nichts, was ich sehe,
bedeutet etwas.

2Der Grund dafür, dass
dies so ist, liegt darin, dass ich nichts sehe – und nichts hat keine
Bedeutung. 3Es ist notwendig, dass ich das erfasse, damit ich sehen
lernen kann. 4Was ich jetzt zu sehen glaube, nimmt den Platz der
Schau ein. 5Ich muss es loslassen, indem ich einsehe, dass es keine
Bedeutung hat, damit die Schau an seine Stelle treten kann.

2. (2) 1Ich habe allem, was ich
sehe, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat.

2Ich habe alles, was
ich betrachte, beurteilt, und das ist es, und nur das, was ich sehe. 3Das
ist keine Schau. 4Es ist lediglich eine Illusion der Wirklichkeit,
weil ich meine Urteile völlig losgelöst von der Wirklichkeit getroffen habe. 5Ich
bin bereit, die mangelnde Gültigkeit meiner Urteile anzuerkennen, weil ich
sehen will. 6Meine Urteile haben mich verletzt, und ich will nicht
nach ihrer Weise sehen.

3. (3) 1Ich verstehe nichts,
was ich sehe.

2Wie könnte ich
verstehen, was ich sehe, wenn ich es falsch beurteilt habe? 3Was ich
sehe, ist die Projektion meiner eigenen Irrtümer im Denken. 4Ich
verstehe nicht, was ich sehe, weil es nicht zu verstehen ist. 5Es
ist sinnlos, zu versuchen, es zu verstehen. 6Aber ich habe allen
Grund, es loszulassen und für das Raum zu schaffen, was gesehen und verstanden
und geliebt werden kann. 7Ich kann das, was ich jetzt sehe, dagegen
eintauschen, wenn ich nur gewillt bin, das zu tun. 8Ist das keine
bessere Wahl als die, die ich zuvor getroffen habe?

4. (4) 1Diese Gedanken haben
keinerlei Bedeutung.

2Die Gedanken, deren
ich gewahr bin, haben keinerlei Bedeutung, weil ich ohne
Gott zu denken versuche. 3Was
ich »meine« Gedanken nenne, sind nicht meine wirklichen Gedanken. 4Meine
wirklichen Gedanken sind die Gedanken, die ich mit
Gott denke. 5Ich bin ihrer nicht gewahr, weil ich
meine eigenen Gedanken gemacht habe, damit sie deren Platz einnehmen. 6Ich
bin willens, anzuerkennen, dass meine Gedanken nichts bedeuten, und sie
loszulassen. 7Ich beschließe, sie durch das ersetzen zu lassen, was
sie ersetzen sollten. 8Meine Gedanken sind bedeutungslos – die
gesamte Schöpfung hingegen liegt in den Gedanken, die ich mit
Gott denke.

5. (5) 1Ich rege mich nie aus
dem Grund auf, den ich meine.

2Ich rege mich nie aus
dem Grund auf, den ich meine, weil ich ständig meine Gedanken zu rechtfertigen
suche. 3Ich versuche ständig, sie wahr zu machen. 4Ich
mache mir alle Dinge zum Feind, damit mein Ärger gerechtfertigt ist und meine
Angriffe begründet sind. 5Ich habe nicht bemerkt, wie sehr ich
alles, was ich sehe, missbraucht habe, indem ich allem diese Rolle zugeteilt
habe. 6Ich habe das getan, um ein Denksystem zu verteidigen, das
mich verletzt hat und das ich nicht mehr will. 7Ich bin gewillt, es
loszulassen.