Jetzt sind wir eins mit ihm, der unsere Quelle ist.

1. 1Wann, wenn nicht jetzt, kann
die Wahrheit wiedererkannt werden? 2Die Gegenwart ist die einzige
Zeit, die es gibt. 3So schauen wir heute, jetzt, in diesem
Augenblick, auf das, was für immer da ist, nicht in unserer Sicht, aber in den
Augen Christi.
4Er schaut über die Zeit hinweg und
sieht die Ewigkeit, die dort abgebildet ist.
5Er hört die von der sinnlosen, geschäftigen
Welt erzeugten Geräusche, doch hört er
sie nur schwach. 6Denn jenseits von ihnen allen hört
er das Lied des
Himmels und die Stimme
für Gott

klarer, bedeutungsvoller und näher.

2. 1Die Welt verblasst mit
Leichtigkeit vor seiner Sicht. 2Ihre
Geräusche werden schwach. 3Eine Melodie von weit jenseits der Welt
wird zunehmend deutlicher, ein alter Ruf, auf den
er eine alte Antwort gibt. 4Du wirst sie beide
wiedererkennen, denn sie sind nur deine Antwort auf deines
Vaters Ruf an dich.
5Christus antwortet für dich als Echo
deines Selbst, wobei er deine
Stimme gebraucht, um seine frohe
Zustimmung zu geben und deine Befreiung für dich anzunehmen.

3. 1Wie heilig ist dein Üben
heute, wenn Christus dir
seine Sicht gibt und für dich hört und
in deinem Namen auf den Ruf antwortet,
den er hört! 2Wie
still ist die Zeit, die du gibst, um sie mit ihm
zu verbringen, jenseits der Welt. 3Wie leicht sind all deine
scheinbaren Sünden vergessen und all dein Kummer unerinnert. 4An
diesem Tag wird der Gram abgelegt, denn Anblicke und Klänge, die von näher
kommen als die Welt, sind für dich deutlich, der du heute die Gaben, die
er gibt, annehmen wirst.

4. 1Es gibt ein Schweigen, in das
die Welt nicht dringen kann. 2Es gibt einen uralten Frieden, den du
in deinem Herzen trägst und nicht verloren hast. 3Es gibt ein Gefühl
der Heiligkeit in dir, das der Gedanke der Sünde nie berührt hat. 4An
das alles wirst du dich heute erinnern. 5Heute getreulich zu üben
wird dir eine so große und so vollständig andere Belohnung bringen als alle
Dinge, die du bisher suchtest, dass du erkennen wirst: Hier ist dein Schatz,
und hier ist deine Ruhe.

5. 1Dies ist der Tag, an dem
vergebliche Einbildungen sich wie ein Vorhang öffnen, um das zu offenbaren, was
hinter ihnen liegt. 2Nun wird sichtbar gemacht, was wirklich da ist,
während all die Schatten, die es zu verstecken schienen, einfach dahinsinken. 3Jetzt
ist das Gleichgewicht hergestellt, und die Urteilswaage
ihm überlassen, der wahr
urteilt. 4Und in seinem Urteil
wird sich vor deinen Augen eine Welt in vollkommener Unschuld entfalten. 5Jetzt
wirst du sie mit Christi Augen
sehen. 6Jetzt ist dir ihre Verwandlung deutlich.

6. 1Bruder, dieser Tag ist heilig
für die Welt. 2Deine Schau, die dir von weit jenseits aller Dinge in
der Welt gegeben wird, blickt in einem neuen Licht auf sie zurück. 3Und
was du siehst, das wird zur Heilung und Erlösung der Welt. 4Wertvolles
und Wertloses werden beide wahrgenommen und als das gesehen, was sie sind. 5Und
das, was deiner Liebe würdig ist, empfängt deine Liebe, während nichts übrig bleibt,
was es zu fürchten gäbe.

7. 1Wir wollen heute nicht
urteilen. 2Wir wollen nur das empfangen, was uns von einem Urteil,
das jenseits der Welt getroffen worden ist, gegeben wird. 3Unser
Üben heute wird zu unserer Gabe des Dankes für unsere Befreiung von Blindheit
und von Elend. 4Alles, was wir sehen, wird nur unsere Freude mehren,
weil seine Heiligkeit unsere eigene spiegelt. 5Uns ist in
Christi Sicht vergeben, und der ganzen
Welt ist in unserer eigenen vergeben. 6Wir segnen die Welt, während wir
sie in dem Licht erblicken, in dem unser Erlöser
auf uns schaut, und schenken ihr die Freiheit, die uns durch
seine Schau der Vergebung gegeben ist,
nicht durch unsere eigene.

8. 1Öffne den Vorhang bei deinem
Üben, indem du einfach alle Dinge loslässt, die du zu wollen glaubst. 2Leg
deine unbedeutenden Schätze weg, und lasse einen reinen und offenen Raum in
deinem Geist, in welchen Christus kommen
und wo er dir den Schatz der
Erlösung anbieten kann. 3Er braucht
deinen überaus heiligen Geist, um die Welt zu erlösen. 4Ist dieser
Zweck nicht würdig, der deinige zu sein? 5Ist
Christi Schau nicht wert, vor allen
unbefriedigenden Zielen der Welt gesucht zu werden?

9. 1Lass heute nicht vorübergehen,
ohne dass die Gaben, die er für
dich bereithält, deine Zustimmung und dein Annehmen empfangen. 2Wir
können die Welt verändern, wenn du die Gaben anerkennst. 3Du siehst
vielleicht den Wert nicht, den dein Annehmen der Welt gibt. 4Das
aber willst du sicher: Du kannst an diesem Tag alles Leid gegen Freude
tauschen. 5Übe ernsthaft, und die Gabe ist dein. 6Würde
Gott dich täuschen? 7Kann
sein Versprechen leer sein? 8Kannst
du so wenig zurückhalten, wenn seine
Hand seinem Sohn

die vollständige Erlösung entgegenhält?