Ich sehe keine neutralen Dinge.

1. 1Dieser Leitgedanke ist ein
weiterer Schritt in Richtung auf das Erkennen von Ursache und Wirkung, wie sie
in der Welt tatsächlich wirksam werden. 2Du siehst keine neutralen
Dinge, weil du keine neutralen Gedanken hast. 3Es ist immer der
Gedanke, der zuerst kommt, auch wenn du zu glauben versucht bist, es sei umgekehrt.
4Das ist nicht die Art und Weise, wie die Welt denkt, du aber musst
lernen, dass es die Art und Weise ist, wie du denkst. 5Wenn dem
nicht so wäre, hätte die Wahrnehmung keine Ursache und wäre selbst die Ursache
der Wirklichkeit. 6Angesichts ihrer höchst veränderlichen Natur ist
dies kaum wahrscheinlich.

2. 1Wenn du den heutigen Gedanken
anwendest, sage dir mit offenen Augen:

2Ich sehe keine neutralen Dinge, weil ich keine neutralen Gedanken habe.

3Dann sieh dich um und
lass deinen Blick lange genug auf jedem Ding ruhen, auf den er fällt, um zu
sagen:

4Ich sehe kein neutrales _______ , weil meine Gedanken über _______ nicht neutral
sind.

5So könntest du
beispielsweise sagen:

6Ich sehe keine neutrale Wand, weil meine Gedanken über Wände nicht neutral sind.
7Ich sehe keinen neutralen Körper, weil meine Gedanken über Körper nicht neutral
sind.

3. 1Wie gewohnt ist es wesentlich,
dass du keine Unterscheidungen zwischen dem triffst, was du für belebt oder
unbelebt, angenehm oder unangenehm hältst. 2Ungeachtet dessen, was
du glauben magst: Du siehst nichts, was wirklich lebendig oder wirklich
freudvoll ist. 3Das liegt daran, dass du dir bis jetzt keines
Gedankens bewusst bist, der wirklich wahr und deshalb wirklich glücklich ist.

4. 1Es werden drei oder vier
spezielle Übungszeiten empfohlen, und mindestens drei sind für den
größtmöglichen Nutzen erforderlich, selbst wenn du Widerstand empfindest. 2Ist
das jedoch der Fall, kann die Dauer der Übung auf weniger als etwa eine Minute
verkürzt werden, die sonst empfohlen wird.