Ich rege mich nie aus dem Grund auf, den ich meine.

1. 1Dieser Gedanke kann wie der
vorhergehende auf jeden Menschen, jede Situation oder jedes Ereignis angewendet
werden, von denen du denkst, dass sie dir Schmerz bereiten. 2Wende
ihn ausdrücklich auf alles an, was du für die Ursache deiner Aufregung hältst,
indem du zur Beschreibung des Gefühls jeweils den Ausdruck verwendest, der dir
zutreffend erscheint. 3Die Aufregung mag als Angst, Sorge, Depression,
Beklommenheit, Ärger, Hass, Eifersucht oder in irgendeiner anderen Form
aufzutreten scheinen, wobei alle diese Formen als verschieden wahrgenommen
werden. 4Das ist nicht wahr. 5Bis du jedoch gelernt hast,
dass die Form keine Rolle spielt, wird jede Form zu einem passenden Gegenstand
für die Übungen des Tages. 6Den gleichen Leitgedanken auf jede
einzelne von ihnen getrennt anzuwenden ist der erste Schritt zur letztendlichen
Einsicht, dass sie alle gleich sind.

2. 1Wenn du den heutigen Gedanken
auf eine bestimmte, von dir wahrgenommene Ursache irgendeiner Form von
Aufregung anwendest, dann nenne sowohl die Form beim Namen, in der du die
Aufregung siehst, als auch die Ursache, die du ihr zuschreibst. 2Zum
Beispiel:

3Ich ärgere mich nicht über _______ aus dem Grund, den ich meine.
4Ich fürchte mich nicht vor _______ aus dem Grund, den ich meine.

3. 1Aber noch einmal: Das sollte
kein Ersatz sein für die Übungszeiten, in denen du zunächst deinen Geist nach
»Quellen« der Aufregung erforschst, an die du glaubst, sowie nach Formen der
Aufregung, von denen du glaubst, sie entstünden daraus.

4. 1In diesen Übungen fällt es dir
möglicherweise schwerer als in den vorhergehenden, unterschiedslos vorzugehen
und zu vermeiden, einigen Dingen mehr Gewicht als anderen beizumessen. 2Vielleicht
hilft es dir, die Übungen mit der Aussage einzuleiten:

3Es gibt keine kleinen Aufregungen. 4Sie alle stören den Frieden meines
Geistes gleichermaßen.

5. 1Erforsche dann deinen Geist
nach allem, was dich gerade bedrückt, ungeachtet dessen, wie sehr es dies
deiner Meinung nach tut.

6. 1Vielleicht stellst du auch
fest, dass du nicht ganz so bereit bist, den heutigen Leitgedanken auf einige
wahrgenommene Quellen der Aufregung anzuwenden wie auf andere. 2Wenn
das geschieht, dann denk zuerst an dies:

3Ich kann nicht an dieser Form der Aufregung festhalten und die anderen fallen lassen.
4Zum Zweck dieser Übungen will ich sie deshalb alle als gleich
ansehen.

7. 1Erforsche darauf deinen Geist
nicht länger als etwa eine Minute lang, und versuche, eine Anzahl verschiedener
Formen von Aufregung zu identifizieren, die dich stören, ungeachtet der
relativen Wichtigkeit, die du ihnen beimessen magst. 2Wende den
heutigen Gedanken auf jede davon an, wobei du sowohl die Quelle der Aufregung,
so wie du sie wahrnimmst, als auch das Gefühl, das du dabei empfindest, beim
Namen nennst. 3Weitere Beispiele:

4Ich mache mir keine Sorgen über _______ aus dem Grund, den ich meine.
5Ich bin nicht deprimiert wegen _______ aus dem Grund, den ich meine.

6Drei‑ oder
viermal am Tag genügt.