Ich rege mich auf, weil ich etwas sehe, was nicht da ist.

1. 1Die Übungen mit diesem
Gedanken sind den vorangegangenen sehr ähnlich. 2Es ist wiederum
notwendig, sowohl die Form der Aufregung (Ärger, Angst, Sorge, Depression und
so weiter) als auch die von dir wahrgenommene Quelle ganz ausdrücklich bei
jeder Anwendung des heutigen Leitgedankens zu benennen. 3Zum
Beispiel:

4Ich ärgere mich über _______ , weil ich etwas sehe, was nicht da ist.
5Ich mache mir Sorgen um _______ , weil ich etwas sehe, was nicht da ist.

2. 1Der heutige Leitgedanke kann
nutzbringend auf alles angewendet werden, was dich aufzuregen scheint, und kann
mit Vorteil den ganzen Tag über zu diesem Zweck verwendet werden. 2Allerdings
sollte – wie zuvor – den drei oder vier erforderlichen Übungszeiten wiederum
etwa eine Minute der Geisteserforschung vorausgehen und dann der Leitgedanke
auf jeden Gedanken angewendet werden, der bei der Suche aufgedeckt wird und der
Aufregung erzeugt.

3. 1Und wenn du dich bei einigen
Gedanken, die dich aufregen, mehr als bei anderen sträubst, den Leitgedanken
auf sie anzuwenden, dann denk wieder an die beiden Ermahnungen aus der
vorherigen Lektion:

2Es gibt keine kleinen Aufregungen. 3Sie alle stören den Frieden meines Geistes
gleichermaßen.

4Und:

5Ich kann nicht an dieser Form der Aufregung festhalten und die anderen
fallenlassen. 6Zum Zweck dieser Übungen will ich sie deshalb alle
als gleich ansehen.