Ich bin ein Selbst, vereint mit meinem Schöpfer.

1. 1Der heutige Gedanke beschreibt
dich ganz genau so, wie Gott dich
schuf. 2Du bist in dir und mit ihm
eins. 3Dein ist die Einheit aller Schöpfung. 4Deine
vollkommene Einheit macht Veränderung in dir unmöglich. 5Du
akzeptierst dies nicht, und du begreifst nicht, dass es so sein muss, einfach
nur deshalb, weil du glaubst, dass du dich selber schon verändert hast.

2. 1Du siehst dich selbst als eine
lächerliche Parodie auf Gottes Schöpfung:
schwach, boshaft, hässlich und sündig, elend und von Schmerz geplagt. 2Das
ist deine Version von dir selbst: ein Selbst, in viele Teile aufgespalten, die
sich bekriegen, von Gott getrennt
und von seinem ziellosen und launenhaften Macher, zu dem du betest, notdürftig
zusammengehalten. 3Er hört deine Gebete nicht, denn er ist taub. 4Er
sieht die Einheit nicht in dir, denn er ist blind. 5Er versteht
nicht, dass du der Sohn Gottes bist,
denn er ist unvernünftig und versteht nichts.

3. 1Wir wollen heute versuchen,
uns nur dessen bewusst zu sein, was hören kann und sehen und was völlig
vernünftig ist. 2Wir wollen wiederum unsere Übungen darauf
ausrichten, dein eines Selbst zu
erreichen, das vereint mit
seinem Schöpfer ist. 3Geduldig
und voll Hoffnung versuchen wir es heute wieder.

4. 1Auf der Stufe, auf der du dich
zur Zeit in deinem Lernen befindest, ist es von besonderem Vorteil, die ersten
fünf Minuten jeder anbrechenden Stunde für die Übung des täglichen
Leitgedankens zu verwenden. 2In diesem Stadium ist es schwer, deinen
Geist nicht abschweifen zu lassen, wenn er länger übt. 3Sicherlich
ist dir das unterdessen klar geworden. 4Du hast gesehen, wie groß
dein Mangel an geistiger Disziplin ist und wie sehr dein Geist der Schulung
bedarf. 5Es ist nötig, dass du dessen gewahr wirst, denn in der Tat
ist dies ein Hindernis für deinen Fortschritt.

5. 1Häufige kürzere Übungszeiten
haben im Augenblick noch weitere Vorteile für dich. 2Neben der
Einsicht, dass du Schwierigkeiten mit anhaltender Aufmerksamkeit hast, musst du
auch festgestellt haben, dass du dazu neigst, dein Ziel für längere Zeiten zu
vergessen, wenn du nicht öfters daran erinnert wirst. 3Oft versäumst
du, die kurzen Übungszeiten mit dem täglichen Leitgedanken einzuhalten, und du
hast es dir noch nicht zur Gewohnheit gemacht, den Gedanken als unwillkürliche
Reaktion auf Versuchungen anzuwenden.

6. 1Deshalb ist zu diesem
Zeitpunkt eine Struktur für dich vonnöten, so angelegt, dass sie häufige
Erinnerungen an dein Ziel und regelmäßige Versuche, es zu erreichen, in sich
schließt. 2Zeitliche Regelmäßigkeit ist nicht die Idealbedingung, um
sich auf nutzbringendste Weise in der Erlösung zu üben. 3Sie ist
jedoch von Vorteil für jene, deren Motivation unbeständig ist und die einen
starken Widerstand gegen das Lernen haben.

7. 1Daher wollen wir uns eine
Weile daran halten, jede Stunde fünf Minuten zu üben, und fordern dich
eindringlich auf, so wenige Übungszeiten wie möglich auszulassen. 2Die
ersten fünf Minuten jeder Stunde zu verwenden wird ganz besonders hilfreich
sein, da es eine stärkere Strukturierung auferlegt. 3Benutze
allerdings deine Versäumnisse bei der Einhaltung dieses Zeitplans nicht als
Entschuldigung dafür, ihn nicht, sobald du kannst, wiederaufzunehmen. 4Es
kann wohl sein, dass die Versuchung aufkommt, den Tag als verloren anzusehen,
weil du bereits versäumt hast, das zu tun, was erforderlich ist. 5Dies
sollte jedoch nur als das begriffen werden, was es ist: als Weigerung, deinen
Fehler berichtigen zu lassen, und als Unwillen, es nochmals zu versuchen.

8. 1Der
Heilige Geist wird durch deine Fehler in
seiner Unterweisung nicht behindert.
2Er kann nur durch deinen Unwillen, sie
loszulassen, aufgehalten werden. 3Lass uns deshalb den Entschluss
fassen, besonders etwa für die nächste Woche, bereit zu sein, uns zu vergeben,
wenn unser Eifer nachlässt und wir die Anweisungen zur Übung des Tagesgedankens
nicht einhalten. 4Diese Nachsicht der Schwäche gegenüber wird es uns
möglich machen, sie zu übersehen, anstatt ihr die Macht zu geben, unser Lernen
zu verzögern. 5Wenn wir ihr die Macht dazu verleihen, dann sehen wir
sie als Stärke an und verwechseln Stärke mit Schwäche.

9. 1Wenn es dir nicht gelingt, die
Erfordernisse dieses Kurses zu erfüllen, dann hast du lediglich einen Fehler
begangen. 2Dieser verlangt nach Berichtigung und nach sonst nichts. 3Zuzulassen,
dass ein Fehler fortgesetzt wird, heißt weitere Fehler machen, die auf dem
ersten beruhen und diesen verstärken. 4Dieser Vorgang ist es, der
wegzulegen ist, denn dies ist nichts anderes als eine weitere Art, wie du
Illusionen gegen die Wahrheit verteidigen möchtest.

10. 1Lass all diese Irrtümer los,
indem du sie als das siehst, was sie sind. 2Jeder ist ein Versuch,
dich vom Bewusstsein abzuhalten, dass du ein
Selbst bist, vereint mit deinem
Schöpfer, eins mit jedem Aspekt der Schöpfung und grenzenlos
an Macht und Frieden. 3Dies ist die Wahrheit, und nichts anderes ist
wahr. 4Heute wollen wir diese Wahrheit neu bejahen und den Ort in
dir zu erreichen suchen, an dem es keinen Zweifel gibt, dass nur das wahr ist.

11. 1Fange die Übungszeiten heute
mit dieser Versicherung an, und biete sie deinem Geist mit der ganzen Gewissheit
an, deren du fähig bist:

2Ich bin ein Selbst, vereint
mit meinem Schöpfer, eins mit
jedem Aspekt der Schöpfung und grenzenlos an Macht und Frieden.

3Schließ dann die
Augen, und sage dir erneut, langsam und mit Bedacht, wobei du suchst, die
Bedeutung dieser Worte in deinen Geist sinken zu lassen, um falsche
Vorstellungen abzulösen:

4Ich bin ein Selbst.

5Wiederhole dies
mehrere Male, und dann versuche die Bedeutung zu erfühlen, die diese Worte in
sich tragen.

12. 1Du bist ein
Selbst, vereint und sicher im Licht und
in der Freude und im Frieden. 2Du bist
Gottes Sohn, ein Selbst,
mit einem Schöpfer und mit
einem Ziel: das Gewahrsein dieses Einsseins in jeden Geist zu tragen,
damit die wahre Schöpfung die Allheit und die Einheit
Gottes ausdehnen möge. 3Du bist ein
Selbst, vollständig und geheilt und
ganz und hast die Macht, den Schleier der Dunkelheit von der Welt zu nehmen und
das Licht in dir hervordringen zu lassen, um die Welt die Wahrheit über dich zu
lehren.

13. 1Du bist ein
Selbst, in vollkommener Harmonie mit
allem, was es gibt, und allem, was es geben wird. 2Du bist ein
Selbst, der heilige
Sohn Gottes, vereint mit deinen Brüdern
in diesem Selbst, vereint mit
deinem Vater in
seinem Willen. 3Fühle dieses
eine Selbst in dir, und lass
es deine Illusionen und deine
Zweifel hinwegleuchten. 4Dies ist dein
Selbst, der Sohn von
Gott selbst, ohne Sünde
wie sein Schöpfer, mit
seiner Stärke in dir und mit
seiner Liebe,
die für ewig dein ist. 5Du bist ein
Selbst, und dir ist es gegeben, dieses
Selbst in dir zu spüren und jede deiner
Illusionen aus diesem einen Geiste zu
vertreiben, der dieses Selbst ist,
die heilige Wahrheit in dir.

14. 1Vergiss das heute nicht. 2Wir
brauchen deine Hilfe, deinen kleinen Teil, um Glück in die ganze Welt zu
bringen. 3Und der Himmel zählt
auf dich voll Zuversicht, dass du es heute versuchen wirst. 4So
teile denn seine Gewissheit mit ihm, denn sie ist die deine. 5Sei
wachsam. 6Vergiss das heute nicht. 7Vergiss tagsüber
nicht dein Ziel. 8Wiederhole den heutigen Leitgedanken so häufig wie
möglich und verstehe, dass jedes Mal, wenn du dies tust, jemand der Hoffnung
Stimme hört, die Wahrheit, die sich regt in seinem Geist, und des Friedens
sanftes Flügelschlagen.

15. 1Deine eigene Anerkennung, dass
du ein Selbst bist,
vereint mit deinem Vater, ist ein
Aufruf an die ganze Welt, mit dir eins zu sein. 2Achte darauf, dass
du jedem, dem du heute begegnest, das Versprechen des heutigen Gedankens gibst
und ihm dies sagst:

3Du
bist ein Selbst mit mir,
vereint in diesem Selbst mit
unserem Schöpfer. 4Ich
ehre dich um dessentwillen, was ich
bin und was er ist,
der uns beide als eins liebt.