Gott ist in allem, was ich sehe, weil Gott in meinem Geist ist.

1. 1Der Gedanke für den heutigen
Tag ist das Sprungbrett für die Schau. 2Von diesem Gedanken aus wird
sich die Welt vor dir öffnen, und du wirst sie betrachten und in ihr sehen, was
du nie zuvor gesehen hast. 3Auch wirst du nicht den leisesten
Schimmer mehr von dem sehen, was du zuvor gesehen hast.

2. 1Heute versuchen wir, eine neue
Art der »Projektion« anzuwenden. 2Wir versuchen nicht, uns dessen,
was wir nicht mögen, dadurch zu entledigen, dass wir es außen sehen. 3Stattdessen
versuchen wir, das in der Welt zu sehen, was in unserem Geist ist, und das, was
wir sehen wollen, ist dort. 4Auf diese Weise versuchen wir, uns mit
dem zu verbinden, was wir sehen, anstatt es getrennt von uns zu halten. 5Das
ist der grundlegende Unterschied zwischen der Schau und der Art, wie du jetzt
siehst.

3. 1Der heutige Leitgedanke sollte
tagsüber so oft wie möglich angewandt werden. 2Wiederhole ihn, wann
immer du einen oder ein paar Augenblicke Zeit hast, langsam für dich, während
du dich umsiehst und zu begreifen versuchst, dass der Gedanke für alles gilt,
was du jetzt siehst oder sehen könntest, wenn es innerhalb deines Blickfeldes
läge.

4. 1Wirkliche Schau ist nicht auf
Vorstellungen wie »nah« und »fern« begrenzt. 2Um dir zu helfen, dich
langsam an diesen Gedanken zu gewöhnen, versuche bei der Anwendung des heutigen
Leitgedankens an Dinge zu denken, die außerhalb deines gegenwärtigen
Blickfeldes liegen, wie auch an solche, die du tatsächlich sehen kannst.

5. 1Nicht nur ist die wirkliche
Schau nicht durch Raum und Entfernung begrenzt, sie ist auch keineswegs auf
körperliche Augen angewiesen. 2Der Geist ist ihre einzige Quelle. 3Um
dir zu helfen, dich auch an diesen Gedanken besser zu gewöhnen, widme mehrere
Übungszeiten der Anwendung des heutigen Leitgedankens mit geschlossenen Augen,
wobei du jeden Gegenstand benutzt, der dir in den Sinn kommt, und nach innen
statt nach außen schaust. 4Der heutige Gedanke gilt für beide
gleichermaßen.