Es gibt ein Leben, und das teile ich mit Gott.

1. 1Es gibt nicht
verschiedene Arten von Leben, denn das Leben ist wie die Wahrheit. 2Es
hat keine Grade. 3Es ist der eine Zustand, den alles, was
Gott erschaffen hat, miteinander teilt.
4Wie alle seine Gedanken hat
es kein Gegenteil. 5Es gibt keinen Tod, weil das, was
Gott erschuf,
sein Leben mit ihm teilt.
6Es gibt keinen Tod, weil ein Gegenteil zu
Gott nicht existiert. 7Es gibt keinen Tod, weil
der Vater und der
Sohn eins sind.

2. 1In dieser Welt scheint
es einen Zustand zu geben, der das Gegenteil des Lebens ist. 2Du
nennst ihn Tod. 3Indessen haben wir gelernt, dass die Idee des Todes
viele Formen annimmt. 4Sie ist die eine Idee, die allen Gefühlen
zugrunde liegt, welche nicht zutiefst glückliche sind. 5Sie ist der
Alarm, auf den du mit irgendeiner Reaktion antwortest, die nicht vollkommene
Freude ist. 6Jeder Kummer und Verlust, jede Ängstlichkeit, jedes
Leiden und jeder Schmerz, sogar ein kleiner Seufzer der Ermattung, ein leichtes
Unbehagen oder das leichteste Stirnrunzeln erkennen den Tod an. 7Und
sie verleugnen damit, dass du lebst.

3. 1Du denkst, der Tod
gehöre zum Körper. 2Doch ist er nur eine Idee und für das
unerheblich, was als körperlich gesehen wird. 3Ein Gedanke ist im
Geist. 4Er kann dann so angewendet werden, wie der Geist ihn
anweist. 5Sein Ursprung aber ist es, wo er geändert werden muss,
wenn eine Änderung stattfindet. 6Ideen verlassen ihre Quelle nicht. 7Die
Betonung, die dieser Kurs auf diese Idee gelegt hat, ist auf ihre zentrale
Stellung bei unserem Versuch zurückzuführen, dein Denken über dich zu ändern. 8Sie
ist der Grund, weshalb du heilen kannst. 9Sie ist die Ursache der
Heilung. 10Sie ist es, weshalb du nicht sterben kannst. 11Ihre
Wahrheit hat dich als eins mit Gott begründet.

4. 1Der Tod ist der Gedanke, dass
du getrennt von deinem Schöpfer bist.
2Er ist der Glaube, dass Bedingungen sich ändern und Gefühle sich
abwechseln aufgrund von Ursachen, die du nicht kontrollieren kannst, nicht
gemacht hast und nie ändern kannst. 3Er ist der starre Glaube, dass
Ideen ihre Quelle verlassen und Eigenschaften annehmen können, die die Quelle
nicht enthält, wodurch sie anders werden als ihr eigener Ursprung, getrennt von
ihm in ihrer Art wie auch in ihrer Entfernung, Zeit und Form.

5. 1Tod kann nicht von
Leben kommen. 2Ideen bleiben vereint mit ihrer Quelle. 3Sie
können alles das ausdehnen, was ihre Quelle enthält. 4Darin können
sie weit über sich hinausgehen. 5Sie können aber nicht gebären, was
ihnen nie gegeben wurde. 5Wie sie gemacht sind, so wird das sein,
was sie machen. 7Wie sie geboren wurden, so werden sie gebären. 8Und
woher sie kommen, dorthin werden sie zurückkehren.

6. 1Der Geist kann denken, dass
er schläft, das ist aber auch alles. 2Er kann das nicht verändern,
was der Zustand seines Wachseins ist. 3Er kann keinen Körper machen
noch in einem Körper wohnen. 4Was dem Geist fremd ist, das existiert
nicht, weil es keine Quelle hat. 5Denn der Geist erschafft alle
Dinge, die sind, und kann ihnen weder Eigenschaften geben, die ihm fehlen, noch
seinen eigenen ewigen geistigen Zustand ändern. 6Er kann das
Physische nicht machen. 7Das, was zu sterben scheint, ist bloß das
Zeichen, dass der Geist schläft.

7. 1Das Gegenteil von Leben
kann nur eine andere Form von Leben sein. 2Als solches lässt es sich
mit dem versöhnen, was es erschaffen hat, weil es in Wahrheit nicht gegenteilig
ist. 3Seine Form mag sich verändern, es mag als etwas erscheinen,
was es nicht ist. 4Doch Geist ist Geist, wach oder schlafend. 5Er
ist weder sein Gegenteil in irgendetwas, was erschaffen ist, noch in dem, was
er zu machen scheint, wenn er zu schlafen glaubt.

8. 1Gott erschafft nur einen wachen Geist.
2Er schläft nicht, und
seine Schöpfungen können nicht etwas
mit ihm teilen, was
er nicht gibt, noch Zustände machen,
die er nicht mit ihnen teilt. 3Der
Gedanke des Todes ist nicht das Gegenteil von Gedanken des Lebens.
4Gottes Gedanken, denen sich auf ewig
keine Gegenteile widersetzen irgendwelcher Art, bleiben ewig unveränderlich,
mit der Macht, sich ewig unveränderlich auszudehnen, doch in sich selbst, denn
sie sind überall.

9. 1Das, was das Gegenteil
des Lebens zu sein scheint, schläft bloß. 2Beschließt der Geist, zu
sein, was er nicht ist, und eine fremde Macht, die er nicht hat, sich
anzueignen, einen fremden Zustand, in den er nicht eingehen kann, oder eine
falsche Verfassung, die nicht innerhalb von seiner
Quelle ist, dann scheint er nur für eine Weile einzuschlafen.
3Er träumt von Zeit, von einem Intervall, in dem das, was sich zu
ereignen scheint, nie vorgefallen ist, herbeigeführte Änderungen substanzlos
sind und alle Ereignisse nirgendwo. 4Erwacht der Geist, fährt er nur
weiter fort, wie er immer war.

10. 1Wir wollen heute
Kinder der Wahrheit sein und unser heiliges Erbe nicht verleugnen. 2Unser
Leben ist nicht, wie wir es uns einbilden. 3Wer verändert das Leben,
weil er seine Augen schließt, oder macht sich zu etwas, was er nicht ist, weil
er schläft und in Träumen ein Gegenteil dessen sieht, was er ist? 4Heute
wollen wir in keiner Form um den Tod bitten. 5Noch wollen wir
eingebildete Gegenteile des Lebens auch nur einen Augenblick dort weilen
lassen, wo der Gedanke des ewigen
Lebens von Gott selbst eingesetzt
worden ist.

11. 1Wir wollen heute
danach streben, sein heiliges
Zuhause so zu bewahren, wie er es
festgesetzt hat und will, dass es auf immer und auf ewig ist.
2Er ist
Herr dessen, was wir heute denken. 3Und in
seinen Gedanken, die kein Gegenteil
haben, verstehen wir, dass es ein Leben gibt, und dieses teilen wir mit
ihm, mit der gesamten Schöpfung und
ebenso mit ihren Gedanken, die er in
einer Einheit des Lebens schuf, welches sich im Tod nicht trennen und die
Lebensquelle, aus der es kommt,
verlassen kann.

12. 1Wir teilen ein Leben
miteinander, weil wir eine Quelle
haben, eine Quelle, aus der
Vollkommenheit zu uns kommt und ewig
in jedem heiligen Geist verbleibt, den er
vollkommen schuf. 2So, wie wir waren, sind wir jetzt und
werden wir auf immer sein. 3Ein schlafender Geist muss erwachen,
wenn er erkennt, wie seine eigene Vollkommenheit den
Herrn des Lebens so
vollkommen spiegelt, dass sie in dem aufgeht, was dort gespiegelt wird. 4Und
nun ist sie nicht länger eine bloße Spiegelung. 5Sie wird zu dem
Gespiegelten und zu dem Licht, das Spiegelung ermöglicht. 6Keine
Schau wird nun gebraucht. 7Denn der erwachte Geist ist einer, der
seine Quelle, sein
Selbst und seine
Heiligkeit erkennt.