Übungsbuch (Text)

Ein Kurs in Wundern – Arbeitsbuch (Arbeitstexte, Lektionen 1 – 365)

1. Eine theoretische Grundlage, wie sie das Textbuch liefert, ist der notwendige Rahmen, um den Übungen in diesem Übungsbuch Bedeutung zu verleihen. Indessen ist es die Durchführung der Übungen, die das Ziel des Kurses möglich macht. Ein ungeschulter Geist kann nichts erreichen. Dieses Übungsbuch bezweckt, deinen Geist so zu schulen, dass er den im Textbuch dargelegten Richtlinien zufolge denkt.

2. Die Übungen sind ganz einfach. Sie erfordern nicht sehr viel Zeit, und es spielt keine Rolle, wo du sie durchführst. Sie bedürfen keiner Vorbereitung. Die Schulung dauert ein Jahr. Die Übungen sind von 1 bis 365 durchgezählt. Nimm dir nicht vor, mehr als eine Lektion am Tag durchzunehmen.

3. Das Übungsbuch ist in zwei Hauptteile gegliedert; im ersten geht es um das Aufheben der Art und Weise, wie du jetzt siehst, im zweiten um die Aneignung der wahren Wahrnehmung. Mit Ausnahme der Wiederholungen sind die täglichen Übungen um einen zentralen Leitgedanken herum angelegt, der zu Beginn angeführt wird. Daraufhin
folgt eine Beschreibung der besonderen Vorgehensweisen, nach denen der Leitgedanke für den Tag angewendet werden soll.

4. Das Übungsbuch zielt darauf ab, deinen Geist systematisch in einer anderen Wahrnehmung von allen und allem in der Welt zu schulen. Die Übungen sind so angelegt, dass sie dir die Lektionen verallgemeinern helfen, damit du verstehst, dass jede Einzelne gleichermaßen auf jeden und alles, was du erblickst, anwendbar ist.

5. Die Übertragung der Schulung in der wahren Wahrnehmung geht nicht in der gleichen Weise vor sich wie die Übertragung der Schulung der Welt. Ist die wahre Wahrnehmung in Verbindung mit irgendeinem Menschen, irgendeiner Situation oder Begebenheit erlangt, dann ist ihre totale Übertragung auf jeden und alles gewiss. Anderseits bewirkt eine einzige Ausnahme, die der wahren Wahrnehmung vorenthalten wird, dass diese auch
überall sonst unmöglich wird.

6. Die einzigen allgemeinen Regeln, die durchweg zu beachten sind, sind folgende: erstens, dass die Übungen, wie jeweils angegeben, mit großer Genauigkeit im Detail durchgeführt werden. Das wird dir helfen, die jeweiligen Gedanken verallgemeinernd auf jede Situation anzuwenden, in der du dich befindest, und auch auf alle und alles darin. Zweitens vergewissere dich, dass du nicht von dir aus entscheidest, dass es einige Menschen, Situationen oder Dinge gibt, auf welche die Leitgedanken nicht anwendbar sind. Dadurch wird die Übertragung deiner Schulung behindert. Es liegt gerade im Wesen der wahren Wahrnehmung, dass sie keine Grenzen hat. Sie ist das Gegenteil der Art und Weise, wie du jetzt siehst.

7. Insgesamt ist der Zweck der Übungen, deine Fähigkeit zu steigern, die zu übenden Gedanken so auszudehnen, dass sie alles einbeziehen. Das wird keine Mühe deinerseits erfordern. Die Übungen selbst erfüllen die Bedingungen, die für diese Art der Übertragung nötig sind.

8. Es wird dir schwer fallen, manche der Gedanken, die im Übungsbuch dargelegt werden, zu glauben, andere wieder mögen dir ziemlich überraschend vorkommen. Das spielt keine Rolle. Du wirst nur gebeten, die Gedanken so anzuwenden, wie du angeleitet wirst. Du wirst nicht gebeten, sie überhaupt zu beurteilen. Du wirst nur gebeten,sie anzuwenden. In ihrer Anwendung wird sich dir ihre Bedeutung erschließen, und sie wird dir zeigen, dass sie wahr sind.

9. Denke nur an dies: Du brauchst die Gedanken nicht zu glauben, du brauchst sie nicht anzunehmen, du brauchst sie nicht einmal willkommen zu heißen. Einigen darunter wirst du dich vielleicht aktiv widersetzen. Nichts von alledem spielt eine Rolle, noch wird es ihre Wirksamkeit vermindern. Erlaube dir aber nicht, bei der Anwendung der Gedanken, die das Übungsbuch enthält, Ausnahmen zu machen, und wende sie an, was auch
immer deine Reaktionen auf diese Gedanken sein mögen. Nicht mehr als das ist erforderlich.

Hier geht es zu den ersten 25 Übungen aus Ein Kurs in Wundern.